Verpackungen

Unser Ziel: den Übergang zu einer zirkulären Verpackungswirtschaft beschleunigen

Verpackungen sind von grundlegender Bedeutung, damit wir Menschen auf der ganzen Welt mit nahrhaften, hochwertigen Lebensmitteln und Getränken versorgen können. Aber wir sind uns bewusst, dass dies nicht auf Kosten der Umwelt geschehen darf. Das heutige Mainstream-Verpackungssystem ist nicht nachhaltig, weil es immer noch hauptsächlich aus linearen Rohmaterialien besteht: Für die Herstellung von Produktverpackungen werden Rohstoffe verwendet, und nach dem Verzehr des Produkts wird die Verpackung weggeworfen. Dieses Modell stellt uns vor große Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Kunststoffe.

Als Unternehmen, das sich für den Schutz und die Förderung der Gesundheit des Planeten und der Menschen einsetzt, wollen wir unseren Teil dazu beitragen, den Übergang von einer linearen zu einer zirkulären Verpackungswirtschaft zu beschleunigen.

Unser Ziel sind Verpackungen, die die genutzten Materialien zu 100% im Kreislauf halten. Dies bedeutet, dass wir unnötige Verpackungen eliminieren. Alle benötigen Verpackungen sollen in Zukunft zu 100% wiederverwertbar oder recycelbar sein. Und wir wollen sicherstellen, dass das von uns genutzte Material Teil der Kreislaufwirtschaft bleibt und niemals zu Abfall wird oder die Umwelt verschmutzt.


I. VERPACKUNGEN, DIE EINE KREISLAUFWIRTSCHAFT FÖRDERN

WO WIR HEUTE STEHEN

Im Jahr 2017 sind 86% unserer gesamten Verpackungen weltweit (und 77% unserer Kunststoffverpackungen) wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar, und über 50% unserer Wassermengen werden in wiederverwendbaren Kanistern verkauft. Wir arbeiten laufend an innovativen ökologischen Designideen. Ein Beispiel ist das Pilotprogramm von evian®, bei dem die nicht wiederverwertbare Schrumpffolie durch speziell entwickelte Klebebandgriffe, die die Wasserflaschen zusammenzuhalten, ersetzt wird.

WORAN WIR ARBEITEN

Unser Ziel für 2025 ist es, dass jedes Stück Verpackung - vom Flaschenverschluss bis zum Joghurtbecher - wiederverwendbar oder recycelbar ist. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Produkte so zu gestalten, dass der Materialeinsatz optimiert und Abfall vermieden wird. Das bedeutet, dass wir neue alternative Liefer- oder Wiederverwendungsmodelle entwickeln und gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, um Bestandteile zu eliminieren, die problematisch (da sie wahrscheinlich nicht recycelt werden) oder unnötig sind (da sie keinen zusätzlichen Wert für das Produkt oder seinen Schutz bringen). Zu diesem Zweck haben wir im Jahr 2019 mit unserer indonesischen Marke AQUA erstmals Alternativen zu Plastikstrohhalmen eingeführt.


II. RECYCELN, WIEDERVERWENDEN ODER KOMPOSTIEREN IN DER PRAXIS

Die Neugestaltung von Verpackungen für die Kreislaufwirtschaft bringt nicht viel, wenn die Abfallentsorgungssysteme nicht dafür sorgen, dass sie in der Praxis recycelt, wiederverwendet oder kompostiert werden. Deshalb engagiert sich Danone für den Aufbau effektiver, effizienter und integrativer Systeme für Sammlung, Wiederverwendung und Recycling.

WO WIR HEUTE STEHEN

Heute bemühen wir uns systematisch um die Zusammenarbeit mit Behörden und privaten Unternehmen, um die formalen Systeme der erweiterten Produzentenverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR) und des Pfandverwertungssystems (Deposit Return Scheme – DRS) zu optimieren. Tatsächlich hat Danone mit der Gründung von Eco-Emballages (heute CITEO) in Frankreich Pionierarbeit für das Konzept der EPR geleistet.

In Ländern, in denen die Sammelsysteme für das Recycling informell sind, arbeiten wir mit lokalen Gemeindeverwaltungen und Partnern wie der Interamerikanischen Entwicklungsbank zusammen, um die Standards für die Abfallsammlung zu verbessern und in die Recycling-Infrastruktur zu investieren. Danone und der Danone Ecosystem Fund haben in 7 Ländern Projekte zur Unterstützung von Abfallsammlern ins Leben gerufen, unter anderem indem sie dafür sorgen, dass diese in einer sicheren Umgebung arbeiten, angemessene Löhne erhalten und besser sozial abgesichert sind. Bis 2018 wurden fast 6.000 Abfallsammler professionell unterstützt, und mehr als 45.000 Tonnen Abfall werden jedes Jahr durch diese Projekte recycelt.

Schließlich haben sich unsere Marken dafür eingesetzt, die Verbraucher in die Kreislaufwirtschaft einzubinden und modernste Forschungsinnovationen zu unterstützen. So hat zum Beispiel Danone AQUA sich dazu verpflichtet, in Indonesien mehr Plastik wiederzugewinnen, als es verbraucht, unter anderem durch das Abfangen von Meeresabfällen.

In der Schweiz ist evian® Mitglied der ersten Stunde und im Vorstand von PET-Recycling Schweiz (PRS). PRS betreibt ein gesamtschweizerisches Netz mit mehr als 56.000 Sammelstellen. Durch vielfältige Initiativen motiviert PRS erfolgreich Konsumenten zum Recycling: Mit 82% hat die Schweiz im internationalen Vergleich eine der höchsten Recyclingquoten. 

WORAN WIR ARBEITEN

Darüber hinaus werden wir aktiv dazu beitragen, die von den Regulierungsbehörden festgelegten Sammelziele zu erreichen oder darüber hinauszugehen, wie zum Beispiel das von der EU für 2025 erwartete Ziel einer 90%igen Sammlung von Getränkeflaschen. Um dies zu erreichen, werden wir die effektivsten öffentlich organisierten Systeme unterstützen, darunter die erweiterte Herstellerverantwortung und Pfandrückgabesysteme.

Wir werden auch verstärkt in private Initiativen investieren, die die Infrastruktur der Kreislaufwirtschaft stärken, insbesondere in Ländern, in denen es keine formellen Sammelsysteme gibt oder in denen ein hohes Risiko besteht, dass Kunststoffabfälle in die Umwelt gelangen. Wir haben über 5 Millionen Dollar in den Closed Loop Fund investiert, der in den Vereinigten Staaten eine groß angelegte Recycling-Infrastruktur entwickelt, und wollen in ähnliche Initiativen investieren, wie zum Beispiel Circulate Capital in Südostasien.

Bis zum Jahr 2025 werden wir in jedem unserer 20 wichtigsten Märkte Sammel- und Recyclinginitiativen initiiert oder unterstützt haben, die etwa 90% des Umsatzes ausmachen.


III. ERHALTUNG DER NATÜRLICHEN RESSOURCEN

Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass man versucht, keine Verpackungen aus endlichen Ressourcen mehr zu verwenden. Dies trägt dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen und vorhandene Materialien in Gebrauch und aus der Natur zu halten. Um den Bedarf an neu geschaffenem Material zu verringern, arbeiten wir an der Erhöhung des Recyclinganteils.

WO WIR HEUTE STEHEN

Im Jahr 2017 erreichten wir weltweit durchschnittlich 36% recycelten Anteil in unseren Verpackungen, darunter 14% recyceltes PET in unseren Wasser- und Getränkeflaschen. Seit August 2020 bestehen in Deutschland alle Volvic PET-Einwegpfandflaschen zu 100% aus rPET*.

Wir investieren in die Entwicklung und Verwendung erneuerbarer, biobasierter Materialien, um den Übergang weg von Kunststoffen aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. So ist Danone seit 2017 in der Natur’ALL bottle alliance engagiert, einer Partnerschaft mit Nestlé Waters, PepsiCo und Origin Materials. Ziel ist es, eine Flasche herzustellen, die aus biobasierten Rohstoffen wie beispielsweise Altpapier oder Sägespänen besteht.

WORAN WIR ARBEITEN

Wir beabsichtigen, die Menge an recyceltem und Bio-Kunststoff in unseren Verpackungen drastisch zu erhöhen. Bis 2021 werden wir in allen unseren wichtigsten Wassermärkten PET-Flaschen aus 100% rPET* einführen. Bis 2025 werden wir bei unseren Kunststoffverpackungen durchschnittlich 25% recyceltes Material erreichen, bei unseren Wasser und Getränke PET-Flaschen durchschnittlich 50% und bei den evian® PET-Flaschen 100%. Wir werden uns auch bemühen, den Verbrauchern PET-Flaschen aus 100% Biokunststoff anzubieten.

*An Deckel und Etikett sind wir dran.

Flaschen aus 100% recyceltem PET von Evian und Volvic

Weitere Informationen zu unserer Strategie zur Kreislaufwirtschaft finden Sie in unserer aktualisierten Packaging Policy.