Bessere Produktauswahl

Jedes Mal, wenn wir etwas essen oder trinken, entscheiden wir uns für die Welt, in der wir leben wollen. Diese Idee ist der Kern der Food-Revolution – einer von Verbrauchern getragenen Bewegung, die darauf abzielt, ausgewogenere Ess- und Trinkgewohnheiten zu etablieren und so die Gesundheit von Mensch und Umwelt zu bewahren. Wir bei Danone wollen Teil der Food-Revolution sein und sie gemeinsam mit unseren 900 Millionen Verbrauchern, dem Handel, Landwirten, Zulieferern und NGOs gestalten. Dies ist die Basis unseres Handelns weltweit. Denn als Nahrungsmittelproduzent wissen wir, dass Ernährung mehr als nur die Aufnahme von Nährstoffen oder der Verkauf von Lebensmitteln und Getränken ist: Durch die Förderung einer ausgewogeneren Ernährung wollen wir die Lebensqualität und das Wohlbefinden möglichst vieler Menschen verbessern. Diesem Anliegen kommen wir mit den Nutrition Commitments nach. Sie gelten für uns weltweit in den Geschäftsbereichen Milchfrische, Getränke, Babynahrung und medizinische Ernährung. Auf diesem Wege wollen wir gesündere Ess- und Trinkgewohnheiten fördern und konkrete Ziele, die wir bis zum Jahr 2020 erfüllen werden, messbar machen.

Bis Ende des Jahres 2020 sollen die Danone-Produkte neuen spezifischen Nährwertzielen entsprechen, den Nutritional Targets. Die Einhaltung dieser Ziele geht Hand in Hand mit Produkt-Reformulierungen hin zu weniger Zucker und Fett.

Produkt-Reformulierungen sind bei uns nichts Neues, sondern seit Jahren Bestandteil der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Produkten. Gerade das Beispiel der FruchtZwerge zeigt deutlich, dass wir über Jahre hinweg Zucker und Fett konsequent reduziert haben.

Unsere Nutritional Targets sind dennoch etwas Besonderes, denn sie treiben die Reformulierungen mit spezifischen Zielwerten und einem klaren Zeitplan in den Geschäftsbereichen Milchfrische, Getränke und Babynahrung weiter voran. Unsere Nährwertziele zu definieren, dauerte mehr als zwei Jahre. Das Team unserer Ernährungswissenschaftler hat zunächst die internationale Studienlage gesichtet: die Ernährungsempfehlungen, Stellungnahmen und Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) – alle Vorgaben flossen in die Überlegungen mit ein. So haben wir beispielsweise die Empfehlung der WHO von 2015 über zugesetzten und freien Zucker in die Nährwertziele mitaufgenommen. Die EFSA hat bereits 2009 den wissenschaftlichen Referenzrahmen für die Zufuhr und Kennzeichnung von Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker und Salz beschrieben.

Doch die besten Nährwerte helfen nichts, wenn den Verbrauchern das Produkt schließlich nicht schmeckt. Unsere Erfahrung zeigt, dass Verbraucher den „großen Schritt“ auf dem Weg der Zucker- und Fettreduktion oft nicht mitgehen. So haben die Verbraucher ein Actimel-Produkt ohne Zucker, das im Jahr 2012 auf den Markt gebracht wurde, nicht angenommen. Eine Reduktion von Zucker und Fett in mehreren kleinen Schritten ist daher vielversprechender: Bei den FruchtZwergen waren es über die Jahre insgesamt zehn Schritte. Dies geschah ohne Kennzeichnung auf der Verpackung, da die gesetzlich erforderliche 30-Prozent-Marke pro Reduktionsschritt jeweils nicht erreicht wurde. Entsprechend gehen wir den Weg hin zu ausgewogenen Nährstoffprofilen mit weniger zugesetztem Zucker und Fett in unseren Produkten – Schritt für Schritt. Für uns ist es selbstverständlich, freiwillig Nährstoffe wie Zucker und Fett entlang wissenschaftlich basierter Zielmarken zu reduzieren.

Unsere Nährwertziele orientieren sich an verschiedenen Aspekten: der Produktkategorien der Geschäftsbereiche Milchfrische, Getränke und Babynahrung, dem Alter der Verbrauchergruppen sowie der Unterscheidung in Produkte für den täglichen Verzehr und Produkte, die im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung lediglich für den gelegentlichen Verzehr empfohlen werden. Die Produkte, die täglicher Teil der Ernährung sein können, weisen ein hochwertiges Nährwertprofil auf. Bei Produkten für den gelegentlichen Verzehr steht vor allem ein Genussmoment im Vordergrund. Auch sie können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, wenn sie nicht übermäßig konsumiert werden. Beide Kategorien haben ihre Berechtigung, denn es gibt unterschiedliche Verzehranlässe – die Zielvorgaben bei den Nährwerten sind jedoch unterschiedlich.  

 

Übersicht der Nährwertziele für bestimmte Produktkategorien (Auszug aus der Liste der Nährwertziele)

Im Bereich der Milchfrische zählen zu den Produkten des täglichen Verzehrs beispielsweise Joghurt-, Quark- und andere fermentierte Milchprodukte. Die Vorgaben für einzelne Nährstoffe (Gesamtzucker, zugesetzter Zucker, Kalzium, Proteine, gesättigte Fettsäuren) sind jeweils pro 100 g definiert. Der maximale Energiegehalt ist pro Portion angegeben, mit angepassten Obergrenzen für verschiedene Verbrauchergruppen. Für den gelegentlichen Verzehr empfohlen sind Dessertprodukte. Die Nährwertziele fokussieren sich hier auf Nährstoffe, die in begrenztem Maße konsumiert werden sollten (Gesamtzucker, gesättigte Fettsäuren). Die Nährwertvorgaben und die maximale Energiegrenze sind jeweils pro Portion, d. h. pro Becher (115 g oder mehr), angegeben, jeweils angepasst an verschiedene Verbrauchergruppen.

Wasser ist essenziell für den Flüssigkeitshaushalt. Natürliches Mineralwasser ist in Deutschland der Durstlöscher Nummer eins, denn es ist von Natur aus rein. Viele Menschen wünschen sich jedoch als Ergänzung zu natürlichem Mineralwasser etwas Abwechslung und Geschmack im Glas. Aus diesem Grund bietet Volvic auch Volvic Touch, Volvic Tee und Volvic Juicy an. Der Gesamtzuckergehalt in diesen Produkten, die eine gelegentliche Abwechslung zu natürlichem Mineralwasser darstellen, beträgt bis Ende 2020 nicht mehr als 5 g Zucker pro 100 Milliliter.

Im Segment der Babynahrung reicht unser Milupa-Sortiment von Milchnahrung, Milchbrei, Tees und Müslis für Säuglinge und Kleinkinder bis hin zu angereicherten Lebensmitteln für Schwangere und Stillende. Darüber hinaus bietet Milupa Spezialnahrungen für Babys mit ernährungsbedingten Beschwerden wie Reflux oder Nahrungsmittelallergien sowie für Frühgeborene an. Die Vorgaben in diesem Bereich orientieren sich an den sehr strengen Empfehlungen von WHO und ESPGHAN. Gesetzliche Regelungen werden selbstverständlich eingehalten. Hier gilt für alle Produkte für Babys bis 6 Monate, dass außer Lactose keine anderen Zucker verwendet werden dürfen. Für Kleinkinder zwischen 6 und 12 Monaten sowie für Kinder ab 12 Monaten gelten einheitliche Maximalwerte für zugesetzte Zucker – bei Babybrei beträgt dieser beispielsweise max. 2,5 g pro 100 kcal.

Die Überarbeitung unserer Produkte ist im Gange – und zwar in allen drei Geschäftsbereichen Milchfrische, Getränke und Babynahrung. Der Blick auf ein paar Beispiele zeigt, was etwa in Bezug auf den Zucker- und Fettgehalt schon erreicht wurde und woran noch gearbeitet wird.

Danone Essential Dairy and Plant-Based

Seit der Einführung der FruchtZwerge 1981 wurde der Zuckergehalt bis heute um 37 Prozent, der Fettgehalt um mehr als 68 Prozent und damit der Energiegehalt gegenüber der Ausgangsrezeptur um mehr als 44 Prozent reduziert. Activia: Die Activia Fruchtjoghurts wurden Anfang 2018 reformuliert. Mit der aktuellen Veränderung wurde der Zuckeranteil je nach Sorte um bis zu 17 Prozent angepasst. Dadurch entsprechen neben Activia Natur nun auch die Activia-Fruchtsorten den Vorgaben unserer Nutritional Targets.

Danone Waters

Im Jahr 2013 haben wir Volvic Juicy auf den Markt gebracht, das zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Prozent weniger Zucker enthielt als klassische Softdrinks. Gleichzeitig arbeiten wir konstant daran, den Zuckergehalt weiter zu reduzieren. So konnte seit 2014 der Zuckergehalt über das komplette Volvic Juicy-Sortiment hinweg um 10 Prozent angepasst werden. Darüber hinaus haben wir uns dazu verpflichtet, bis 2019 das komplette Sortiment mit „wenig Kalorien“ zu kennzeichnen. Das entspricht weniger als 20 Kalorien pro 100 Milliliter. Volvic Tee und Volvic Touch entsprechen schon jetzt dem Zielwert von nicht mehr als 5 g Zucker pro 100 Milliliter und liegen zum Teil deutlich darunter. Generell verzichten wir bei unseren Produkten auf den Süßstoff Aspartam.

Nutricia Milupa (Specialized Nutrition)

Wir wissen, wie bedeutend eine ausgewogene Ernährung in den ersten 1.000 Tagen des Kindes für seine Entwicklung ist. Entsprechend möchten wir Eltern ein Produktportfolio anbieten, das die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern berücksichtigt. Aus diesem Grund passen wir unsere Produkte immer an die aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen an. So haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich unser Sortiment an Breien und Müslis für Babys und Kleinkinder überarbeitet, sodass heute die große Mehrheit (80%) der Breie ohne Zuckerzusatz ist. Darüber hinaus sind wir bestrebt, auch den Gesamtzuckergehalt immer weiter zu reduzieren. Durch eine rezepturspezifische Reduktion des Milchzucker- und Fruchtanteils konnten wir beispielsweise kürzlich den Gesamtzuckergehalt unserer Milupa Milchbreie um bis zu 51 Prozent reduzieren. Damit haben wir bereits heute die für Ende 2020 gesetzten Nährwertziele für Nutricia Milupa erreicht.