Wie ist die durchschnittliche Versorgungslage für Vitamin D?
Die Vitamin D-Versorgung über Lebensmittel ist in allen Altersstufen nicht ausreichend. Das zeigen verschiedene aktuelle Studien. Bspw. nehmen 79% aller Kinder in Deutschland zu wenig Vitamin über die Nahrung auf.

Kinder

Laut der EsKiMo-Studie (Ernährungsmodul der KiGGS-Studie) des Robert-Koch-Instituts (RKI) nehmen 6- bis 11-jährige Jungen im Durchschnitt 1,4 µg pro Tag und gleichaltrige Mädchen 1,3 µg pro Tag auf.
Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren nehmen 2,2 µg
pro Tag und Mädchen dieser Altersgruppe 1,7 µg
pro Tag auf.

Erwachsene

Nach aktuellen Daten der Nationalen-Verzehrs-Studie II (NVS II) liegt die Vitamin D Zufuhr im Median bei Män-
nern im Alter von 14 bis 80 Jahren bei 2,9 µg pro Tag
und bei gleichaltrigen Frauen bei 2,2 µg pro Tag. Insge-
samt 82% der Männer und 91% der Frauen erreichen
die Zufuhrempfehlungen der DGE nicht.

Durchschnittliche Vitamin D-Zufuhr über die
Nahrung in µg pro Tag

  männlich weiblich Studie
Kinder
(6 bis 11 Jahre)
1,4 µg 1,3 µg EsKiMo
Jugendliche
(12 bis 17 Jahre)
2,2 µg 1,7 µg EsKiMo
Erwachsene
(14 bis 80 Jahre)
2,9 µg 2,2 µg NVS II

Durch die Bestimmung der Vitamin D-Konzentration im Blut (mittels dem entsprechenden Laborparameter 25-
Hydroxyvitamin-D) kann man erkennen, wie viel Vita-
min D durch die Lebensmittel und über die Haut wirklich im Körper ankommt.

Anhand repräsentativer deutschlandweiter Studien des Robert-Koch-Instituts konnte gezeigt werden, dass die
in Deutschland weit verbreitete unzureichende Zufuhr
von Vitamin D über Lebensmittel nicht durch die Eigen-
synthese der Haut ausgeglichen werden kann, allein dadurch, dass in den Wintermonaten die Sonne so tief steht, dass nicht genügend UV-Licht vorhanden ist. Die aktuellen Werte für die deutsche Bevölkerung stellen sich wie folgt dar:

Vitamin D-Versorgung in Deutschland auf Basis des
25-Hydroxyvitamin D-Spiegels

  25-Hydroxyvitamin
D-Spiegel
(nmol/L)
Jungen
(3-17 J.)
Mädchen
(3-17 J.)
Schwerer
Vitamin D-
Mangel
< 12,5 3,6% 4,0%
Moderater
Vitamin D-
Mangel
12,5 bis < 25 15,6% 15,4%
Milder
Vitamin D-
Mangel
25 bis < 50 42,9% 44,5%
Summe < 50 62,2% 63,0%

(Quelle: Robert-Koch-Institut, 2009)

Für ca. 62% der Jungen und 63% der Mädchen zeigten die 25-Hydroxyvitamin D-Werte einen milden, mode-
raten bzw. schweren Vitamin D-Mangel (weniger als 50 nmol/L) an.
Diese Daten verdeutlichen, dass es einen Handlungs-
bedarf bei der Vitamin D Versorgung in Deutschland gibt.