Sozialunternehmen Danone –
Zukunftskonzept für Unternehmensverantwortung
Grameen Danone Foods –
Ausgezeichnet mit dem Vision Award 2009
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„Grameen Danone Foods – Social Business Enterprise“ – so heißt das Joint Venture von Danone und der Grameen Bank, mit dem Danone in Bangladesh neue Wege geht. Es ist ein Sozialunternehmen – im Vordergrund steht nicht der Gewinn, sondern das soziale Engagement für die Armutsbekämpfung in der Dritten Welt. Erwirtschaftete Renditen werden ins Unternehmen reinvestiert. „Erlaubt“ ist eine Dividende von maximal 1 Prozent.
Grameen Ladies in Bangladesh mit „Shokti Doi“ Joghurt
Danone produziert hier in lokalen Fabriken mit Milch von hiesigen Bauern den Joghurt „Schokti Doi“. Die Milch wird zu einem festen Preis abgenommen und ein kostenloser Veterinärservice sichert die Gesundheit der Tiere und damit die Milchqualität. Der Joghurt wird von den „Grameen-Ladies“ verkauft. Sie gehen mit einer Kühltasche von Haustür zu Haustür und verkaufen das Produkt für 6 Cent pro Becher. Das entspricht dem lokalen Konsumniveau. Pro verkauftem Becher verdienen die Grameen-Ladies einen kleinen Betrag und erwirtschaften so ihren Lebensunterhalt.

Zinédine Zidane unterstützt den
Gedanken des Sozialunternehmens

Produziert wird ein mit Vitamin A, Zink und Jod angereicherter Joghurt. Er ist speziell auf die Bedürfnisse von Kindern in Bangladesh zugeschnitten, die häufig mangelernährt sind. Ein Becher mit 80 Gramm Joghurt deckt den Tagesbedarf eines Kindes an Vitamin A, Zink und Jod zu 30 Prozent. Das Produkt wurde entsprechend der Unternehmensvision von Danone „Bring health through food to as many people as possible“ entwickelt.
Gestartet ist das Projekt mit großem Erfolg im Jahr 2006. Bisher steht eine Fabrik in Bogra, die pro Tag rund 10 000 Becher Joghurt herstellt und 50 Menschen Arbeit gibt. Weitere Produktionsstätten sind in Planung, bis 2016 sollen 50 Fabriken über ganz Bangladesh verteilt stehen. Der Joghurt soll in lokalen Fabriken für die entsprechende Region produziert werden, um teure und energieaufwendige Kühltransporte über Land zu sparen.

Franck Riboud, Vorstandsvorsitzender Danone
und Prof. Mohammad Yunus, Gründer Grameen-
Bank und Nobelpreisträger
Um den Menschen vor Ort zu ermöglichen, Milch für die Fabrik zu produzieren oder als „Grameen-Lady“ tätig zu sein, vergibt die Grameen Bank Mikrokredite von durchschnittlich 30 bis 40 Euro. Die Bauern können damit eine Milchkuh oder Futter kaufen und Kühlschränke für die Lagerung der Milch bis zur Abholung in die Fabrik finanzieren. Die Grameen-Ladies haben mit dem Kredit eine Anschubfinanzierung und können damit zum Beispiel die ersten Kühltaschen füllen. Das Joint Venture schafft damit Arbeitsplätze, unterstützt den Agrarsektor und tut gleichzeitig etwas für die Nährstoffversorgung der Menschen vor Ort.
Die Investitionssumme für den Bau weiterer Fabriken wird über den Investmentfonds der „Danone Communities“ gesammelt. Hier können sich Menschen weltweit über eine Einlage an dem Projekt beteiligen.
Die Grameen Bank geht auf den Nobelpreisträger Mohammad Yunus zurück, der die weltweite Armut mit Mikrokrediten besiegen will. Der bisherige Erfolg der Grameen Bank gibt ihm recht: Die Rückzahlquote für Kredite liegt bei fast 100 Prozent. Für sein Mikrokredit-Konzept wurde ihm 2006 der Friedensnobelpreis verliehen. „Die Armut besiegen“ heißt das Buch, in dem Mohammad Yunus seine Vision von weniger Armut in der Dritten Welt beschreibt.
Video „Vision Summit 2009-Mauern müssen fallen“
Am 08.09.2009 wurde der Vision Award in Berlin verliehen. Ausgezeichnet worden ist das Team von Grameen Danone für ihr nachhaltiges Engagement bei der weltweiten Armutsbekämpfung. Ramin Khabirpour, General Manager Fresh Dairy Products Central Europe, nahm den Preis stellvertretend für alle Mitarbeiter/innen entgegen.
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